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Tanzschritte und Tanzschrift

Tanzen als rhytmische Körperbewegung, die Gefühlen, Gedanken und Vorstellungen des Menschen sowie gesellschaftlichen anschauungen und Bestrebungen von Gruppen und Klassen Ausdruck verleihen.

Die Tanzkunst ist die älteste und ursrünglichste Kunst und eng verbunden mit Musik und Sprache. In der Urgemeinschaft ist der Tanz kultisch gebunden (Kulttänze). Mit ihm wollte der Mensch auf  die in ihren Ursachen noch unerkannten, als dämonen und Gesiter empfundenen Naturerscheinungen einwirken, um sich günstigere Lebensbedingungen zu schaffen.

Auch in der Epoche der Sklaverei blieb der Tanz, dessen Ausführung in den Händen bestellter Berufstänzer lag, dem Kult verbunden. In Griechenland diente der Tanz u.a. auch der körperlichen Ertüchtigung und der Erziehung zu Anmut und Schönheit.

Vom Tanz in der gemanischen Epoche unterrichten nur einige bildliche Darstellungen, die fast ausschließlich Waffentänze, Tänze zu kulturellen Festen und zur Dämonenbeschwörung zeigen.

Durch die Christianisierung wurden die Kulttänze durch Verbote zurückgedrängt und verloren nach und nach ihre kulturelle Bindung. In den Städten schufen sich die Patriezier und Handwerker eigene Tänze (Zunfttänze), die dem gesellschaftlichen Leben angepaßt waren, aber auch die höfischen Tänze in der Formenwelt des Volkstanzes ihren Ursprung hatten. Auch in den bäuerlichen Bereichen entstanden außer den an Sitte und Brauch gebundenen Tänze neue, die der Lebensfreude und dem Vergnügen dienten und in denen sich, trotz zahlreicher Verbote durch die Kirche, bis zur kapitalistischen Epoche Relikte aus den Tanz der Urgemeinschaft erhalten haben.

Das in der Renaissance aus Aufzugs- und maskeradenformen entstandene ballett hat eine eigene Entwicklung, die durch Tanzlehrer und Choreographen bestimmt wurde.

Die Tanzschrift, Choreographie, Kinetographie ist die Aufzeichnung von Tanzbewegungen, Posen und Gesten durch Worte, Zeichen, Ziffern und Bilder mit ersten Versuchen schon im Altertum (z.B. in Ägypten, Griechenland, Rom). Die mechanischen Tanzaufzeichnung durch Filmkamera mit synchronem Ton kann die schriftliche Notation nicht ersetzen.

Branche

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